• Ann(i)

DIY-Junkie: Green Ocean Vitrine

Aktualisiert: Juli 23

Vintage Vitrine trifft auf Struktur, Farbe & Bohoflair!


Bei all den Food-Beiträgen in letzter Zeit sprudelt nun meine energiegeladene Kreativität zurück in meine Fingerspitzen und es wird Zeit für die Vorstellung meines frischesten DIY Projektes, welches tatsächlich schon wieder ein paar Wochen her ist. Wer meine Insta Stories aufmerksam verfolgt, hat sicherlich auch schon einen kurzen Vorgeschmack gesehen: Die Green Ocean Vitrine. Ich sagte ja bereits, ich stehe auf Namen und beschreibende Adjektive. ;-) Diesmal habe ich mir selbst die Kamera geschnappt und versucht schicke Katalog-Bilder mit der Integration in unserem neuen Zuhause zu knipsen - Dank Photoshop und ausreichend Zeit ist ja heutzutage alles möglich. :-)



Dieses schmucke Teil mit den Maßen 1,60 x 1,80m aus den 50/60er Jahren haben wir mit einer riesen Portion Glück bei eBay Kleinanzeigen in Schwerin entdeckt. Die schmalen Goldränder, das unverbrauchte und nahezu neue Glas der Vitrine waren dabei nur das I-Tüpfelchen unserer Freude. Nach einem kurzen Kommunikationsaustausch haben wir die Vitrine bereits am Abend (morgens entdeckt) noch abgeholt und ins Auto eingeladen. Herzallerliebst ist vor allem die Geschichte hinter unserem Glücksfund: Ein ursprüngliches Hochzeitsgeschenk des Eigentümers an seine Ehefrau im Jahr 1968 - eine Vitrine gefüllt mit all den glänzenden, prachtvollen Kleidern, Schuhen und Accessoires, die eine Frau so wohlwollend schmücken. Danach war das einste Liebesgeschenk weiterhin im Besitz einer liebevollen Familie, die jedoch jetzt leider keinen Platz mehr in ihrer neuen Wohnung dafür fand.


Zu allererst hatten wir die Kommode für unsere zweite Wohnung in Schwerin vorgesehen, da sich hier die Möbelstücke eher auf ein Minimum beschränken und entsprechen der Bedarf auf alle Fälle bestehen würde. Doch nach der Maxime "mehr Stauraum geht nimmer", haben wir uns letztendlich dann doch dafür entschieden, diese eher für Arbeits- und Büroutensilien in Berlin zu nutzen. Inklusive einem Steharbeitsplatz, ausreichend Stau- und Ladefläche für MacBooks und Co sowie Büroordner ist die Vitrine mittlerweile prall gefüllt.



Zu allererst hatten wir den Plan gefasst, dass wir das gute Stück in einem frischen, hellen Zitronengelb streichen wollten. Doch um einen kunterbunten, wirren Durcheinander-Eindruck zu vermeiden, kam dann die Frage nach der richtigen Farbe auf: Orange, Salbei, Smaragd oder doch lieber Natur? Da das neue Plätzchen in der Berliner Wohnung ziemlich schnell feststand - als gäbe es auch unendlich viele Optionen ;-) - kamen diverse Ideen auf bzgl. der Argumentation, welche Farbe denn nun sinnvoll wäre:



1. Orange als Pendant zur gegenüberliegenden Wohnzimmerwand und als zweites passendes Geschwistermöbelstück zur Sunset Kommode

(Siehe hier mehr: https://www.bohojunkie.de/post/diy-junkie-sunset-vintage-kommode)


oder


2. Smaragdgrün als visuelle Erweiterung des (eigentlich nicht vorhandenen) Flurparts parallel auf der anderen Seite der Eingangstür


oder


3. Natur - Nach dem Motto: "So natürlich wie möglich" und um dem Raum, ohne weitere Farbelemente mehr Ruhe und Wirkungskraft zu verleihen



oder


4. Salbei als erfrischender Farbneuling in der Familie und verbindendes, harmonisches Element zwischen Orange und Smaragdgrün



Hach, es war schwierig und ein langes Hin und Her. Schlussendlich haben wir uns für einen dezenten Mix aus Variante 2. und 3. entschieden. Die wundervolle, einzigartige Holzstruktur hat uns während des 4-stündigen-Abschleifmarathons einfach begeistert. Diese hinter einer kräftigen, matten Farbe zu verbergen empfanden wir als unwürdig. Tatsächlich entschied der Fakt, dass die Oberflächen der jeweiligen Türen auch nach dem Abschleifen immer noch "dunkler" waren als der Rest, die enstprechende spätere Farbauswahl. Gesagt, getan, Die Seitentüren und der Mittelpart unter der Vitrine wurden also smaragdgrün. Der Sockel, die Seitenwände, das Oberteil und die Vitrine selbst blieben im usprünglichen Vintag-Stil erhalten. Moderne Intepretation: gezielte Farbauswahl trifft auf alten Vintage-Charme. #oldbutgold



Wir hatten das Glück, dass die Vitrine schon bei der Abholung in Einzelteile zerlegt worden war und wir so natürlich direkt loslegen konnten ohne vorheriges aufwendiges Abkleben, Auseinanderbauen etc. Mit einer Schleifmaschine und genügend Schleifpapier in Petto legten wir also an diesem herrlich sonnigen Samstag los. Nach schlappen 4 Stunden, war es dann vollbracht und es hat sich wirklich gelohnt! Die ursprünglich dunklere Holzfarbe war so gut wie runter und die originale Struktur entblößte ihre natürliche Schönheit.



Im nächsten Schritt haben wir direkt mit dem Streichen begonnen: Auch hier haben wir uns einmal wieder bewusst und nachhaltig für Wandfarbe entschieden. Diese hatten wir nämlich einerseits noch im Keller von unserem vorherigen dschungelartigen Gäste-WC in Schwerin und andererseits haben wir diese bereits schon für die kurze Wand als visuell abgetrennten Flurpart in der neuen Wohnung genutzt. Es sollte also so sein und fügte sich perfekt. Mit zwei raschen Anstrichen waren wir bereits happy und überrascht von dem tollen, vorläufigen Ergebnis. Doch irgendwas fehlte. Es war zu perfekt und gradlinig - uns fehlte das gewisse Etwas. Etwas das zeigt, was diese Vitrine bereits alles erlebt hat, welches Geschenk sie einst war, ihren Charakter zeichnet und ausstrahlt:

"Ich habe Persönlichkeit".



Zunächst haben wir auf alle gestrichene Türen die Lasur dünn aufgetragen und anschließend trocknen lassen. Nach dem wir dann den Schrank zusammengebaut haben, wurde es Zeit für das Fünkchen Originalität. Also haben wir uns die matte milchige Lasur, einen schmalen sowie breiten Pinsel geschnappt und mit Spritzern nach der Devise "kreuz und quer" losgelegt. Ohne die Lasur natürlich - wie du es sonst tust - fein säuberlich und akkurat zu verstreichen, haben wir die eher unregelmäßig dickaufgetragenen Pinselstriche (immer in eine Richtung aber: horizontal oder vertikal) trocknen lassen. Die ungleichmäßigen Striche in Richtung der Holzstruktur unterstützen den Gedanken, die Einzigartigkeit dieses Vintage-Funds mit all seinen Ecken und Kanten herauszukitzeln. Nach 1-2 Stunden war dann das individuelle Prachtexemplar ready für die erstes Vorher-Nachher Fotos.



Die schmalen Rückwände haben wir beim Zusammenbau weggelassen, um der Vitrine einerseits an seinem neuen Standort etwas mehr Helligkeit zu geben und andererseits auch der Innendekoration ihre verdiente Bühne zu geben. Da die Vitrine jetzt an einem eher weniger Tageslicht intensiven Platz thront und so der wertvolle Inhalt im Glasgehäuse dennoch vor Pracht vor der weißen Wand protzt. :-)



Ein Stück Vintage, dem wir nicht nur neue, moderne Wirkungskraft verliehen haben, sondern auch einen ganz eigenen Charakter zur Erweiterung unseres abgegrenzten Flurbereiches. Hier findet jetzt neben Felix Sporttretern, Mänteln und Jacken unserer Gäste auch all die geliebte Apfel-Technik ihren Platz. ;-) Achja, die Deko in und um das schmucke Teil herum muss ich vermutlich an dieser Stelle nicht mehr erwähnen. ;-) Ich bin auf alle Fälle super stolz und liebe die charakteristischen, unperfekten Details.


Wenn es dir genauso sehr gefällt, freu ich mich riesig über dein Herzchen (Like) <3


dein Bohojunkie,

Ann


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