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Schwerin-Part 3: Potentialquelle im #vorhernachher Raumvergleich in unserem Ferien-Altbaudomizil

Aktualisiert: Mai 12

3 in 1 Plan für Kreativprozesse außerhalb der Großstadt: Arbeitsplatz, Werkstatt & verheißungsvolle Potentialquelle



Hello, ich bin zurück und melde mich mitten aus unserer kleinen, wirren Umzugschaos-Welt. Wenn ich in diesem Moment von meinem Laptop aufblicke, schaue ich auf einen dutzend Umzugskisten, die nur darauf warten endlich von uns geöffnet und inhaltlich verstaut zu werden. Doch bevor ich von unserem akuten Chaos auf 66 qm und der aufregenden, großen Reise nach Berlin erzähle, gehts vorerst noch einmal zurück nach Schwerin. Also setzen wir uns kurz in den Zeitreise-DeLorean von Marty McFly und blicken zurück in unsere zweite Wohnung und Altbauliebe ...


Wow, du glaubst nicht wie stressig es sein kann 4 Wohnungen gleichzeitig zu managen, zwei Umzüge meisterlich zu absolvieren und dabei immer einen klaren Verstand zu behalten. Umso happier sind wir, dass wir einen ersten, imaginären (und vorläufigen) Haken an unsere Wohnung in Schwerin setzen können. CHECK.


Unser Erfolgsfaktor auf einem Meilensteinpfad, der kaum aufregender sein könnte. Unsere kleine, muckelige Altbau-Perle glänzt, strahlt und ist nun (vorerst!) final für unsere cozy Wochenendreisen. Ein paar Kakteen, Aloe Veras und Sukkulenten im Gepäck, die es einem nicht übel nehmen wenn der Wasservorrat mal nicht direkt aufgestockt wird, haben unserem 66 qm Altbau nun den letzten Grünschliff verliehen. Flauschige Kuschelsocken inklusive. Denn witzigerweise kann ich jetzt schon sagen, das Klima in der Großstadt ist deutlich hitziger. Klar, das ist natürlich keine überraschende Wendung, aber ehrlich, der Unterschied ist deutlich spürbar. Insbesondere wenn der Berliner Radiomoderator wieder einmal frostige 15 Grad Tagestemperatur ankündigt und unsere Raumtemperatur schlussendlich dann doch auf heiße 26 Grad steigt.

Hach, lieber Sommer wir erwarten dich schon freudig in voller Gänze. ;-)


Aber zurück zur Wohnung in Schwerin ...


In meinem vorherigen Beitrag habe ich dir einen Vorher-Nachher Vergleich versprochen und da ist er. Ich muss wohl nicht dazu sagen, dass wir ganz offensichtlich in dieser Wohnung weniger Liebe zum Detail und Bohoflair investiert haben. Dennoch sind wir sehr zufrieden und stolz auf unsere kühle, tropische Rückzugsoase in der hübschen Stadt der sieben Seen. Zudem werden wir diese vor allem für unsere kommenden, zahlreichen DIY Projekte (sei gespannt!) und als vorübergehende Werkstadt nutzen. Doch bevor es soweit ist, zeige ich dir zunächst einmal die Vorzeigebilder ohne Chaos und halte diesen Beitrag kurz. ;-) Fangen wir aber mal von vorne an ...


Flur.


Endlich haben wir einen Flur. Nein sogar drei. Doch diese haben allesamt noch starkes Ausbau-Potential. Fein und happy sind wir dennoch mit dem derzeitigen Status Quo. Nach und nach werden wir abwägen, was wir an Dekoelementen aus unserer Berliner Wohnung zusätzlich intergieren können. Oberste Regel: Zeit lassen. Nicht zu vorschnell handeln und wahllos nach dem Tetrisprinzip alles umräumen. So sollte es natürlich thematisch und farblich harmonieren. Da unsere Schweriner Wohnung zudem bislang keinerlei Wandfarben trägt, sind wir in der Auswahl flexibel.


Vorher.


Hier haben wir aufgrund unseres derzeit beschränkten Geldbeutels die kuperfarbenen Lampen, die vorher in der verlängerten Variante über unserem Esstisch baumelten und nicht mehr meine erste Wahl sind, hier als vorübergehende Deckenlampen genutzt. Welches Stück eine Top-Figur macht? Unserer naturfarbenes Holz-Sideboard. Dabei ist es nur eine verlängerte Holztischplatte mit einer einzelnen Schublade (links). Eine Maßanfertigung meines talentierten Bruders, der diesen damals als Kosmetik- und Schminktisch neben den Paxschrank im Schalfzimmer angebaut hatte. Darunter ein kleiner weißer Beistellschrank, der für nötigen Stauraum sorgt und sich perfekt in das fertige Bild intergiert. Das Goldstück ermöglicht eine ideale Flurablage mit einem Spiegel und Schubladen für Krimskrams. Vintage- und Flohamarktdeko komplettieren den Stil und geben dem Flur etwas mehr Persönlichkeit.


Die Wand dagegen wirkt noch etwas leer und bietet enormen Spielraum. Der gigantische, goldene Bilderrahmen gruppiert die Wandelemente. So wirken die einzelnen Spiegel nicht wahllos an der Wand drapiert und geben dem Raum etwas mehr Ruhe. Mein Tipp: Du hast viele kleine Lieblingsstücke, Vasen und Figuren? Stell sie zu einer Gruppe zusammen und drappiere sie auf einem neutralisierenden Tablett oder Holzteller. Dies werde ich hier - sobald ich diese in unseren Kisten gefunden habe ;-) - noch vervollständigen. Damit bringst du zusätzliche Ruhe in den Raum. Für den gemütlichen Touch habe ich unseren Teppichläufer aus Barcelona, ein wahres Schnäppchen, in die Mitte des Flures gelegt. Gracias!


Nachher.


Links: Eingang zum Wintergarten und Schlafzimmer.


Küche.


Halleluja, haben wir uns gefreut, dass es hier eine Einbauküche gab. Nicht schön. Nicht neu. Aber immerhin. Nach einem marginal aufwendigen und sechsstündigen Putzmarathon haben wir dann versucht auch hier etwas Individualität und Persönlichkeit zu verknüpfen. Damit wir mit Freude gerne am Wochenende hier einmal frühstücken können.


#roomtour Vorher.



Unsere alten Balkonmöbel in Shabby-Weiß geben aufgrund ihrer Größe das ideale Paar ab, um hier den morgendlichen Kaffee zu genießen. Tropische Dekoration in Form von bunten Berberkörben, Traumfängern, Kakteen, Tischdecken und Mitbringseln aus dem Urlaub sorgen für den nötigen Farbklecks. Es fühlt sich an wie im Urlaub zu sein ...


Nachher.


Blick von der Eingangstür in den Flur zur Küche.


Wintergarten aka Schlafzimmer.


Wahrlich der einzige Raum, der auch ohne Deko und unser Tun, einladend und wunderbar originell wirkt. Mit dem entsprechenden Altbau-Charme und den Mini-Flügeltüren waren wir in Sekunde 1 verliebt in unseren: White Room.


#roomtour Vorher.



In einem perfekten Raum fällt es einem natürlich immer leichter sich kreativ und ausgelassen zu entfalten. Und auch wenn dieser Raum noch weit entfernt von dem Charakterzug "So ist´s perfekt" und "wir haben alles heruasgeholt" ist, freuen wir uns über den aktuellen Anblick. Makel zu verstecken nach realem Photoshop-at-its-best-Stil können mit entsprechenden Dekoelementen und Ideen "retuschiert" werden. So haben wir beispielsweise die Traumfänger über den Rauchmelder gehangen mit etwas Abstand zur Wand. Ta-taa, versteckt! Was in unserem weißen Zimmer noch fehlt? Obviously. Ein Bett! Doch das steht auf unsere derzeitigen Einkaufliste noch ganz unten .. bis dahin tut es auch eine instagram- und rückenfreundliche Matratze die man nach dem Schlafen verschwinden lassen lann. Außer die Rückenschmerzen, Wahnsinn!


Nachher.



Auch in diesem Raum sind wir in der Farbauswahl dezent geblieben und haben vorrangig mit Weiß, Natur und etwas Rose gearbeitet. Der gigantische und freischwebende Makramee-Traumfänger wirkt dabei als Dreh- und Angelpunkt des Raumes und ist definitv der one and only Blickfang.



Wohnzimmer.


Hell, heller, unser Wohnzimmer. Eine ideale Raumvorlage bot auch unser Wohnzimmer. Attraktiv, groß, geräumig, hohe Decken und lichtdurchflutet. Da musste man nicht viel machen, das war uns klar.


#roomtour Vorher.



Aber wir und die Wortwendung "nichts oder nur wenig machen"? Das gibt es natürlich nicht. So wären wir nicht wir, wenn wir hier nicht enormes Interior-Potential sehen würden. Keinerlei Liebe in einen Raum zu investieren, auch wenn wir diesen möglicherweise eher selten zu Gesicht bekommen, ist einfach nicht mein Credo. So haben wir natürlich unsere Paradebeispiele an Guter-Laune-Deko etabliert: Zick-Zack-Kilimteppich aus Marokko, Azilal-Pouf aus Australien, Vintage-Schätze, Rattan-Regal und Textilien sowie Mitbringsel unserer Reisen. Schwuppdiewupp war auch dieser Raum vorerst komplett.


Nachher.



Wichtig war uns, einen Arbeitsplatz zu kreiieren für ideensprudelnde Momente außerhalb des hektischen und lauten Großstadtlebens. Quelle guter Ideen, kreativer Gedankenkarussels und als Arbeitsfläche zum Verwirklichen dieser Vorhaben. Pflanzen spenden dabei Energie und Inspiration. Die Herausforderung war, dass wir lediglich am Wochenende ab und zu hier sein werden und unseren grünen Lieblingen so leider eher weniger Aufmerksamkeit schenken können. So war klar, dass lediglich die robusten und wahnsinnig gewachsenen Aloe Veras und Kakteen hier vorerst ihr neues Zuhause finden. Grünpflanzen geben mir Ruhe und das nötige Inspirationsfünkchen für Kreativprozesse.


Unser Schreibtisch und zukünftiger Kreativplatz: Hier entstehen die Wurzeln aller Ideen.

Zick-Zack-Kilim-Teppich als zentraler Blickfang und Colorpop des Raumes.


Mit dem tropischen Monstera-Fotobooth (links) werden wir sicher noch einige Partys rocken, u.a. war dieser auch bei unserer standesamtlichen Hochzeit mit dabei. In das Flugzeug nach Fuerte zu unserer Traumhochzeit passte es leider nur knapp nicht. ;-)


Badezimmer.


Da ist es: Unser kleines hässliches Entlein. Das innenliegende Badezimmer mit den schmutzig-weißen Vintagefliesen, der Fliesenborte - und hierbei sprechen wir nicht von dem coolen, gewünschten Vintageflair den wir alle so lieben - sowie all den kleinen Fehlern an der Wand. Doch Challenge accepted! Im ersten Zuge musste natürlich auch hier ein Grundputz für Ordnung und das nunmehr strahlende Badporzellan her. Im nächsten Step haben wir die Duschstange und all die kleinen Plastikhaken entfernt.


#roomtour Vorher.



Den Boho-Charme erreichst du ganz simpel mit geliebten Basics wie zum Beispiel: Unikat-Möbelstücke aus Holz, originelle Spiegel, Körbe und Aufbewahrungsoptionen aus Naturmaterialien; farbenfrohe #handmade Textilien; liebevolle Vasen oder witzige Tonfiguren; tropische oder tierische Wanddekoration und ein wenig Goldglanz. Mit Textilien und Badvorlegern in deinen Wunschfarben erreichst du die paradiesische, wohlige Mittelmeer- oder Fernwehatmosphäre. Meine all-time Favourites: Neonfarben und der schwarzweiße Beni Ourain Look.


Nachher.



Zwar ist unsere Altbauliebe noch lange nicht perfekt - aber ist es nicht gerade das, was uns stetig mit Freude und Inspiration daran arbeiten lässt noch mehr kreativen Gehirnschmalz zu investieren, um ein perfektes Wohlfühl-Zuhause zu erschaffen? Wir freuen uns zumindest auf all das was jetzt kommt und was hier noch entstehen kann. Gerade das Unperfekte fordert mich heraus, das Unwirkliche wirklich zu machen. #staycreative


Doch wenn wir gerade schon beim Wort "Verwirklichung" sind, sprudele ich bereits vor genialen Gedankenschüben für unsere 4-Neubauwände. Also einsteigen bitte und ab zurück in die Zukunft ... jetzt geht´s nach Berlin, whoop whoop!


Dein Bohojunkie,


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